Ein Vorsorgeplan für den Cavalier nach Lebensalter

Ein laufender Cavalier King Charles Spaniel, Text zum Vorsorgeplan

Die meisten Gesundheitsprobleme beim Cavalier werden bei einer Routinekontrolle entdeckt, bevor der Besitzer überhaupt etwas bemerkt. Deshalb ist bei dieser Rasse der Untersuchungsplan wichtiger als bei den meisten anderen Hunden.

Dieser Text gibt einen Überblick nach Alter: was beim Welpen, was beim erwachsenen und was beim älteren Hund gemacht wird und welche Untersuchungen speziell für den Cavalier gelten.

Von der achten bis zur sechzehnten Woche

In diesem Zeitraum kommt der Welpe in sein neues Zuhause und die Grundlage wird gelegt.

  • Der erste Tierarztbesuch innerhalb weniger Tage nach Ankunft des Welpen. Der Tierarzt hört das Herz ab, untersucht Augen, Ohren, Zähne und Bauch und prüft, ob der Welpe altersgerecht entwickelt ist.
  • Impfung nach dem vom Tierarzt festgelegten Plan, meist in drei Dosen bis zur sechzehnten Woche.
  • Entwurmung vor jeder Impfung.
  • Chippen und die Ausstellung des Heimtierausweises.

Hört der Tierarzt in diesem Alter ein leises Geräusch, ist das meist kein Grund zur Panik. Bei jungen Hunden gibt es ein harmloses Geräusch, das sich bis zum vierten oder fünften Monat von selbst gibt. Wichtig ist, dass später erneut kontrolliert wird.

Vom sechsten Monat bis zum ersten Lebensjahr

  • Eine Kontrolluntersuchung des Herzens mit etwa sechs Monaten, besonders wenn zuvor ein Geräusch hörbar war. Ein Geräusch, das nach dem sechsten Monat noch zu hören ist, gilt nicht mehr als harmlos.
  • Die Entscheidung über Kastration oder Sterilisation, falls geplant. Den Zeitpunkt besprechen Sie mit dem Tierarzt.
  • Eine Zahnkontrolle nach dem Zahnwechsel. Bei kleinen Rassen fällt ein Milchzahn manchmal nicht von selbst aus.
  • erste Auffrischung ein Jahr nach der Grundimmunisierung.

Vom zweiten bis zum siebten Lebensjahr

In dieser Zeit entsteht beim Cavalier die Routine, die seine späteren Jahre am stärksten prägt.

  • Kardiološki pregled jednom godišnje, ab dem zweiten bis dritten Lebensjahr. Diese Untersuchung wird bei dieser Rasse nicht ausgelassen, selbst wenn der Hund völlig gesund ist und keinerlei Anzeichen zeigt.
  • Eine allgemeine Untersuchung einmal jährlich, zusammen mit der Impfung.
  • Eine Zahnkontrolle einmal jährlich, mit der Einschätzung, ob eine Zahnsteinentfernung nötig ist.
  • Wiegen bei jedem Termin. Bei einem Hund von acht Kilo ist schon ein halbes Kilo zu viel bedeutsam.
  • Parasitenschutz ganzjährig, nach der Empfehlung Ihres Tierarztes für Ihre Region.

Ist der Hund für die Zucht vorgesehen, fallen in diese Zeit auch die Untersuchungen, die Voraussetzung für die Verpaarung sind: kardiologischer Befund, MRT, Augenuntersuchung und Gentests.

Ab dem siebten Lebensjahr

Mit sieben Jahren gilt der Cavalier als Seniorhund. Der Plan wird dichter.

  • Kardiološki pregled jednom godišnje, und auf Empfehlung des Kardiologen zweimal jährlich, wenn das Herz vergrößert ist.
  • Ein Basis-Blutbild einmal jährlich, zur Kontrolle von Nieren- und Leberfunktion.
  • Die Augenuntersuchung, da der graue Star meist in diesem Alter auftritt.
  • Beobachtung der Atmung in Ruhe zu Hause. Ein gesunder Hund atmet im Schlaf weniger als dreißig Mal pro Minute.

Untersuchungen speziell für den Cavalier

Über den üblichen Plan hinaus gibt es bei dieser Rasse zwei Untersuchungen, die bei anderen Hunden nicht routinemäßig erfolgen.

Die kardiologische Untersuchung beim Spezialisten ist die wichtigste Einzeluntersuchung beim Cavalier. Sie umfasst das Abhören des Herzens und bei Bedarf einen Ultraschall, der Herzgröße und Rückflussmenge misst. Der Übergang in das Stadium, in dem die Therapie beginnt, ist zu Hause nicht bemerkbar — nur der Ultraschall zeigt ihn.

MRT-Untersuchung wird bei Hunden mit Verdacht auf Syringomyelie und bei Zuchthunden gemacht. Für einen Familienhund ohne Symptome gehört es nicht zum Routineplan.

Wann Sie nicht auf den nächsten Termin warten sollten

Einige Anzeichen erfordern eine sofortige Vorstellung, unabhängig vom Plan:

  • Husten, besonders nachts oder nach dem Liegen
  • schnellere Atmung in Ruhe oder Ermüdung beim gewohnten Spaziergang
  • Kratzen am Hals, bei dem die Pfote die Haut nicht berührt
  • Aufjaulen ohne erkennbaren Anlass
  • plötzlicher Appetit- oder Gewichtsverlust
  • Ohnmacht

Was Sie notieren sollten

Ein Kardiologe ist für jede dieser Angaben dankbar:

  • Datum und Befund jeder kardiologischen Untersuchung, einschließlich des Geräuschgrades
  • das Gewicht des Hundes bei jedem Termin
  • die Atemzüge im Schlaf, gelegentlich zu Hause gemessen
  • jede Veränderung von Verhalten, Appetit oder Ausdauer

Ein Foto des Befunds auf dem Handy genügt völlig. Wichtig ist, dass sich die Daten über die Jahre vergleichen lassen, denn die Veränderung über die Zeit sagt mehr als jeder Einzelbefund.

Fazit

Der Plan für einen Cavalier ist nicht kompliziert: einmal jährlich zum Tierarzt und einmal jährlich zum Kardiologen, ab dem zweiten bis dritten Lebensjahr. Das ist alles. Bei dieser Rasse bemisst sich der Unterschied zwischen einem überwachten und einem nicht überwachten Hund in Jahren, denn die Therapie, die die Herzinsuffizienz hinauszögert, beginnt zu einem Zeitpunkt, an dem der Hund noch völlig gesund wirkt.

Hinweis: Dieser Text dient der Information und ersetzt weder Untersuchung noch Beratung durch einen Tierarzt. Den konkreten Impf- und Vorsorgeplan legt der Tierarzt fest.

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